Lambertuskapelle - Schützen-Morschenich

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Eine Arche für Morschenich-Neu

Im Jahr 2020 soll die Lambertuskapelle mit ihrem außergewöhnlichen Design eingesegnet werden. Planung seit 2014.
Architektur kann wunderbar Geschichte erzählen, und deshalb wird die Lambertuskapelle im Umsiedlungsort wie ein gefaltetes Papierboot aussehen, wie eine Arche. Sinnbildlich soll sie für eine „vertriebene Kirchengemeinde“ stehen, so drückt es Architekt Axel Maria Schlimm aus.
Wenn das Gebäude – wie anvisiert – im Jahr 2020 eingesegnet wird, bekommt Morschenich-Neu am Ludwig-Rixen-Platz ein extravagantes Markenzeichen, ein weiteres Stück Identität. Der Bau soll Mitte 2019 beginnen, die Umsiedlung des Tagebauortes in der Gemeinde Merzenich wird 2023 abgeschlossen sein.
Die Andachten werden zukünftig in einem kleineren Gotteshaus stattfinden, denn wie der Name sagt, entsteht in Morschenich-Neu eine Kapelle. Die hat mit 60 Plätzen weniger als die Hälfte der Kirche im Ursprungsort, dort können 131 Menschen sitzen.
Von der Kirche in Morschenich-Alt werden Madonna, Patronats-Stein und Tabernakel mit umziehen. Von den Herb-Schiffer-Glasfenstern werden es wohl nur einzelne sein, weil sie eine andere Passform haben und der Einbau sehr teuer ist. „Die Gemeinde wird sich aber auf jeden Fall in ihrer neuen Heimat wiederfinden“, betont Architekt Schlimm.
Das war auch ein Anliegen des Kirchenvorstandes um Rosemarie Zander und Heinz Welsch: „Es war ein Wunsch der Morschenicher Bürger, möglichst viel mitzunehmen.“
Bei dem Projekt für Morschenich-Neu wollte Architekt Schlimm „tradierte, historische Kirchenbauwerke neu interpretieren“.
Wenn er seinen Entwurf erklärt, gibt es viele Gedanken, die der Geschichte Gottes und der Kirche selbst entspringen. Der Sakralraum zum Beispiel ist als Metapher für die Dreifaltigkeit Gottes in Dreiecksform entworfen.
„Das gesamte Gebäude ist nach Ost-West gerichtet, weil im Osten die Sonne aufgeht und Jesus das Licht der Welt ist“, erklärt Schlimm. Das einzige Fenster im Dach, das wie eine Kehle leicht einfällt, ist exakt über dem Altar eingelassen.
„Die Gemeinde wird sich aber auf jeden Fall in
ihrer neuen Heimat
wiederfinden.“
Architekt Axel Maria Schlimm
Der Architekt erfüllt die Vorstellungen des Bistums Aachen, des Kirchengemeindeverbandes Düren-Eifel und des Kirchenvorstandes von St. Laurentius. Die Kapelle sollte alles andere als ein „0815-Gebäude werden“, sondern eines, dass „das Zentrum des Ortes definiert“. Auch deswegen wird der dreieckige Turm mit drei Glocken mehr als 22 Meter in die Höhe ragen, also doppelt so hoch als die höchsten Wohnhäuser drum herum. Und anders als bei historischen Kirchen mit freistehenden Türmen ist der der Lambertuskapelle in die Dachkubatur einbezogen. „Er ist eine Landmarke und soll zeigen: ,Die Kirche ist immer noch und wieder da’ – gerade in Zeiten, wo die Kirchen weniger werden“, betont der Architekt.

Anfang 2014 haben die Kirchenverantwortlichen begonnen, sich über die neue Kapelle Gedanken zu machen, die Gemeindemitglieder einbezogen.
Die Morschenicher Kirche wird die letzte sein, die wegen des Tagebaus Hambach umziehen muss. Und sie wird dank ihrer Architektur wohl eine sein, die Besucher anlockt.

Auszüge aus dem Bericht Aachener Nachrichten- Lokales -Düren vom 11.07.2018                           
Fotos und Text mit freundlicher Genehmigung von Herrn Carsten Rose

Ehrenmal

Das Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege wurde bereits fachmännisch restauriert und rechtzeitig vor dem Schützenfest 2019 auf dem neuen Friedhof aufgestellt.
Zum Volkstrauertag 2019 wurden auch die Ehrengräber umgebettet und die Steinkreuze restauriert.
Somit ist die Umsiedlung dieses Teils unserer Dorfgeschichte abgeschlossen.
Die Rede unseres Ortsvorstehers Michael Dohmes zum Volkstrauertag 2019 findet ihr hier.

Glockenguss in Brockscheidt/Eifel für unsere neue Kapelle


Am Samstag, dem 14.12.2019 wurde in der Glockengießerei in der Eifel eine der Glocken für unsere neue Kapelle gegossen. Da die alten Glocken noch im Glockenturm in Morschenich hängen und diese aus Stahl sind, da nach dem Krieg kein anderes Material zu bekommen war, müssen für unsere Lambertuskapelle neue Glocken beschafft werden.
Durch die Entwidmung von St. Peter Julian in Düren konnten von dort 2 Glocken übernommen werden. Da für ein schönen Klang aber 3 Glocken nötig sind, wurde eine neue angefertigt.
Da sich viele Morschenicher dafür interessierten, wurde von RWE ein Bus zur Verfügung gestellt.  Rosi Zander, Mitglied des Kirchenvorstandes, organisierte den Ausflug.
Schon früh um 8:00 ging es los. Gegen 10:30 Uhr kam der Bus in Brockscheid an. Der Kessel war schon aufgeheizt, hatte aber noch nicht die richtige Temperatur erreicht. Aus diesem Grund bekamen wir zuerst einen interessanten Vortrag zum Thema Glockenguss und konnten uns auf dem Gelände der Gießerei umsehen, der ein oder andere gönnte sich im angeschlossenen Restaurantbetrieb eine Tasse Kaffee oder Cappuchino.
Dann war es aber so weit. Die richtige Temperatur war erreicht und die Bronze konnte in den Kessel gegeben werden. Sie schmolz sehr schnell und der Gießvorgang konnte beginnen. Mit unserer Glocke wurden noch andere gegossen, unter anderem für Kirchen in Dänemark, Griechenland und Ostdeutschland. Aus Magdeburg war eine Gruppe aus der dortigen Pfarre angereist.
Es zischte und rauchte, als die heiße Bronze brodelnd durch die Gräben lief und die Glockengießer mit Zischen die Gase aus den eingegrabenen Formen abziehen ließen. Es erschien durchaus nicht ungefährlich und wurde sehr warm. Pfarrer Galbierz bat den Herrgott um seinen Segen und die Zuschauer stimmten das Lied "Lobet den Herrn“ an.
Das Ganze war eine sehr beeindruckende Zeremonie, die den Besuchern sicherlich im Gedächtnis bleiben wird. Die meisten hatten sich den Vorgang so nicht vorgestellt. Unsere Glocke war die Meisterarbeit des Sohnes der Familie Maas.
Als die Bronze komplett in den Formen verschwunden war, gönnten sich die Glockengießer zur Feier des Tages und der Glocken ein Schnäpschen und die mitgereisten Interessierten stärkten sich im Restaurant mit den vorher bestellten Mittagessen. Schwer beeindruckt und gut gestärkt begann die Heimreise gegen 14:00 Uhr
Ein Reporterteam des WDR hat den Bus begleitet, der Bericht kann hier angesehen werden.
 
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St.-Lambertus-Schützenbruderschaft-Morschenich e.V.
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